Best Office 2008: Hellmann Logistics

Oktober 23rd, 2008

Die Wirtschaftswoche (Ausgabe vom 13.10.2008) hat Hellmann Logistics im Wettbewerb “Best Office 2008″ als “Gewinner national” ausgezeichnet. Was Klaus Hellmann, Geschäftsführender Gesellschafter, mir bereits im Rahmen meines Interviews für das Projekt SELBST-FÜHRUNG gezeigt hatte, überzeugte auch die Preisrichter: mit dem radikal umgebauten Firmenspeicher hat sich das Unternehmen einen offenen Raum geschaffen, in dem Kommunikation und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit möglich wird. Im Bericht schreibt die Wirtschaftswoche: “Hellmanns mutiger Ansatz, mit der Diamantsäge die massiven Stahlbetondecken und -wände des historischen Speicherbaus aus der Vorkriegszeit aufzubrechen, um damit auch alles Trennende zu überwinden, zeigt vorbildhaft, wohin die Reise in der modernen Büroarbeitswelt geht.” Hier eine Bildergalerie.

Entrepreneurship: e forum 2008 am 31.10.

Oktober 23rd, 2008

Wie kommt das Neue in die Welt? Es braucht die Innovatoren, die Unternehmer. Am Freitag, den 31. Oktober, findet an der Fachhochschule Osnabrück das dritte „e forum“ statt, das sich mit ausgesuchten Fallbeispielen der erfolgreichen Entwicklung und Vermarktung von Innovationen widmet. Mehr dazu hier.
e forum 2008 Logo

Mission… is possible

September 25th, 2008

Was sind eigentlich “erfolgreiche” Führungskräfte? Nach meinen nunmehr fast sechzig Interviews komme ich zu der Einsicht: es sind Menschen, die das sehr gut tun, wozu sie auf der Welt sind. Und: sie besitzen eine Grundfähigkeit - sie sind PRÄSENT. D.h., sie besitzen innere Klarheit, wissen, in welcher Verfassung sie sind, haben das “Ego” zur Seite geräumt.
Mission / Vision

Für Dieter Klages, Inhaber eines erfolgreichen Softwarehauses, steht fest, dass jeder bereits als Kind weiß, was er im Leben erreichen soll. Aber dieses Wissen werde wieder verschüttet und es bedürfe in vielen Fällen eines externen Auslösers, um die eigene Mission oder Lebensaufgabe wieder zu finden. Jürgen Wehlend, Geschäftsführer eines Erfolgsprojekts im Bereich Telekommunikation, hat - zumindest auf des ersten Blick - eine eher pragmatische Philosophie: eine Vision oder Mission könne dazu gehören. In seinem Fall hatte er von dem zu schaffenden Unternehmen als Geschäftsführer eine klare Vision, die sich – wie er im Gespräch mit leichter Verwunderung bemerkt – auch tatsächlich sehr weitgehend umgesetzt habe.
Andere haben offenbar eine humanistische Lebensbegründung, wie sie beispielsweise von Lothar Zechlin, dem Gründungsrektor der Universität Duisburg-Essen im Interview beschrieben wurde; bereits früh habe er ein Bild gehabt, wollte etwas im politischen Bereich tun und gesellschaftliche Zustände aktiv beeinflussen: „Politisch wirksam sein zu wollen, das war meine Ausgangsmotivation, meine Ur-Motivation.“ Dieses klare innere Bild und Selbstverständnis war augenscheinlich prägend für alle Projekte in Zechlins beruflicher Laufbahn.
Bei der Findung und Pflege der eigenen Mission oder Vision haben fast alle der Interviewpartner, die sich dazu geäußert haben, spezifische Wege “ins Innere”. Zahlreich sind die Anhänger des Sports, hier häufig auch des Langstreckenlaufs. Aber auch Meditation, Yoga, TaKeTiNa und ähnliche Praktiken, die den Weg über den Körper nehmen, wurden genannt.
Ziel der Besinnung, des Abschaltens ist nicht nur die Regeneration, sondern vor allem auch, so meine Feststellung, der Ausbau der oben genannten Grundfähigkeit, präsent zu sein. Schon seit Jahren gibt es im Kontext von Organisations- und Personalentwicklung eine starke Beschäftigung mit diesem Themenbereich. Peter Senge hat sich mit “Personal Mastery” in dem Buch “Die 5. Disziplin” und, später, in: „Presence. Exploring Profound Change in People, Organizations And Society“ mit eben dieser Problematik auseinandergesetzt. Einer der Co-Autoren dieses Buches, der am MIT in Cambridge lehrende Deutsche Otto Scharmer, hat eine „Theory U“ dazu entworfen, die die Bedeutung und die Prozesse beleuchtet; der Untertitel des gleichnamigen Buches lautet „The Social Technology of Presencing“. Scharmer (und anderen) geht es darum zu klären, aus welcher inneren Verfasstheit Führungskräfte (und andere) Entscheidungen treffen, wie sie ein behinderndes „Ego“ aus dem Weg räumen um sensibel zu werden für einen schöpferischen Prozess, der den zukünftigen Möglichkeiten den Weg in die Gegenwart eröffnet.
Allerdings bedarf es dazu eines ganzen Bündels an sozialen, intellektuellen, emotionalen und empathischen Kompetenzen, wie Scharmer sehr anschaulich ausführt, um zum „Presencing“ (als Kunstwort aus sensing, erspüren, und presence, Gegenwart) als Führungskraft überhaupt in der Lage zu sein. Viele der von mir interviewten Führungskräfte besitzen offenbar zumindest Teile dieses Kompetenzbündels und sind fähig zur Präsenz – ob es ihnen nun bewusst ist oder nicht. Und mir sind zahlreiche Interviewpartner begegnet, die diese Grundfähigkeit besitzen – und wohl auch deshalb erfolgreich sind.

Leadership Development

Juni 30th, 2008

Als Nebeneffekt meines Jahresprojekts wird immer klarer, dass meine eigenen Arbeitsfelder - Organisationsberatung, Coaching von Führungskräften der oberen Ebenen, Moderation - sich in Zukunft besser unter einem neuen claim zusammenfassen lassen. Daher setze ich sowohl in diesem Blog, als auch in meinem englischsprachigen Pendant (http://futurehub.com) seit einigen Tagen schon Leadership Development als Subtitel ein.

Unternehmerische Frauen

Juni 30th, 2008

Ich nähere mich der angestrebten Zahl von 50 Interviews im Projekt SELBST-FÜHRUNG. In den vergangenen Wochen habe ich führende Frauen aus unterschiedlichen Feldern treffen können, z.B. Susanne Höhn, Leiterin der Goethe-Institute in Italien, Prof. Dr. Marie-Luise Rehn, Dekanin und Vizepräsidentin an der Fachhochschule Osnabrück und auch Margarethe Schmidt Sonntag, die - als Lebensunternehmerin - u.a. als Executive Coach und TaKeTiNa Rhythm Facilitator arbeitet.
Die geringe absolute Zahl an Interviews (50+) bedeutet, dass ich keine belastbaren Aussagen zu geschlechtsspezifischen Unterschieden in Sachen Selbstführung machen kann. In dem qualitativen Ansatz der vertraulichen Gespräche soll es darum auch nicht gehen. Vielmehr bestätigten auch diese Interviews, wie bunt der Strauß ist, der sich aus den jeweils individuellen Formen der Selbstorganisation binden lässt.
In meinem Projekt gibt es natürlich auch Rückschläge; so musste ein prominenter italienischer Gesprächspartner extrem kurzfristig absagen. Zum Trost: ein Espresso auf dem Campo dei Fiori (Rom).
Campo dei Fiori, Rom

Transition

Juni 30th, 2008

Transition Triptychon (Sept/Nov 2007)
Transition Triptych II (Sept./Nov. 2007)
Im Gedenken an meine Tante Ursula Heinrichs, verstorben am 13.06.2008.

Selbstführung: Endspurt bei den Interviews

Juni 4th, 2008

Fähigkeiten

Klassische Werte und Tugenden sind für viele Gesprächspartner von zentraler Bedeutung im Zusammenhang mit SELBSTFÜHRUNG. Weiterhin zeigt sich in den bisher fast vierzig Gesprächen, dass auch Rituale und Rhythmen eine wichtige Rolle spielen. Die befragten Personen haben zwar, so wird deutlich, einen unterschiedlichen Freiheits- bzw. Selbstbestimmungsgrad, der wesentlich durch die jeweilige Organisation geprägt wird. Dennoch steht die SELBSTFÜHRUNG für alle unter der Bedingung, die tatsächlichen Potenziale zu erkennen und dann maximal auszuschöpfen, um die eigene Vision oder Mission zu entfalten. Die Technik, wie z.B. BlackBerrys oder PDAs, steht dabei im Hintergrund, bei vielen Gesprächspartnern hat das „Planen auf Papier“ Priorität.

Als ein Instrument zur Selbsteinschätzung und Potenzialerkennung, welches ich als ein Nebenergebnis aus den Interviews entworfen habe, leitet sich folgende Matrix ab, innerhalb derer sich die Führungskräfte einordnen könnten (bisher noch nicht eingesetzt).
Leitfragen:
- Welche Freiräume für eigenes Handeln habe ich?
- Wie korrelieren diese Freiräume mit meinen Visionen / Zielen?
- Was begrenzt dieses Potenzial?
- Wie kann ich es erweitern / halten?
- Wie kann ich es optimal nutzen?

Ausschöpfung von Freiräumen

Selbstführung: 2/3 der Interviews geführt…

Mai 19th, 2008

Paddington

Nach einem kurzen Abstecher nach London in der vergangenen Woche habe ich jetzt 35 Interviews geführt. Im Gespräch mit einem ehemaligen Bänker mit Tätigkeiten u.a. in den USA und Saudi-Arabien konnte ich meine Perspektiven zum Thema Selbstführung erweitern.
Derzeit habe ich übrigens die geplante Zahl der „führenden“ Frauen, die ich für ein Gespräch treffen wollte (mindestens zehn), noch nicht erreicht. Besonders habe ich mich in diesem Kontext über das Interview mit der Chefredakteurin eines bekannten Wirtschaftsmagazins gefreut, die ich vor kurzem in Hamburg sprechen konnte.
Spannend war auch das Gespräch mit dem Leiter einer kirchlichen Akademie in Berlin. Und ein außergewöhnliches Vergnügen war das Interview mit Ulrich Eckhardt, der über ein viertel Jahrhundert die Berliner Festspiele geleitet hat. Von ihm zu erfahren, wie ein Kulturmanager sich selbst führt, war ein großer Gewinn für mich.

Ungewöhnliche Büros… Spielwiesen

April 18th, 2008

Heute auf Ehrensenf gefunden: wirklich ungewöhnliche Arbeitswelten, von Pixar über Red Bull bis zu Google: hier.
Ganz im Gegensatz zu den Traurigen Arbeitsplätzen scheinen sich die Bewohner dieser Welten immerhin der Wertschätzung ihrer eigenen Organisation zu erfreuen. Besonders das Office der Werbeagentur tbwa erinnert, wie es im Beitrag auf deputy dog heißt, eher an einen überdachten Erholungspark…

Ein Leitbild für die eigene Person

März 20th, 2008

Im Blog imgriff.com fand ich eine gute & knappe Zusammenfassung zur Thematik eines persönlichen Leitbilds.
Ivan Blatter schreibt dort über mehrere Verfahren, die eigene „Mission“ zu finden und verweist u.a. auf Steven Covey und Tina Su (15 Questions To Discover Your Personal Mission).
Für das zentrale Feld MISSION / ZUKUNFT meines Modells zur Selbst-Führung ergeben sich daraus praktikable Ansätze, sich mit diesen grundlegenden Fragen zu beschäftigen:
Warum / Wozu bin ich auf der Welt?
Welche Aufgabe (Mission) habe ich?
Was will ich zur Entfaltung bringen?
Welche (persönliche) Zukunft strebe ich – daraus folgend - an?