Archive for November, 2006

The Zombie Function - Micromanaging

Dienstag, November 28th, 2006

Im gleichen Blog wie eben erwähnt findet sich diese wunderbare Illustration - The Zombie Function - über Micromanaging. Dort findet sich auch ein Selbsttest, dessen Fragen ich hier weitergebe:
- Do you pride yourself on being “on top of” the projects or your direct reports? Do you have a solid grasp of the details of every project?
- Do you believe that you could perform most of the tasks of your direct reports, and potentially do a better job?
- Do you pride yourself on frequent communication with your employees? Does that communication include asking them for detailed status reports and updates?
- Do you believe that being a manager means that you have more knowledge and skills than your employees, and thus are better equipped to make decisions?
- Do you believe that you care about things (quality, deadlines, etc.) more than your employees?

Wer mindestens einmal mit “ja” antwortet, sei, so die Autorin, bereits in Gefahr, ein Micromanager zu werden.

(Ich übernehme keinerlei Garantie dafür, dass die Funktion mathematisch richtig ist… BB)

Unterschiede zwischen den USA und der Schweiz, z.B. …

Dienstag, November 28th, 2006

Mein geschätzter Kunde A.T. machte auf diesen Blog aufmerksam, der anhand der Banknoten einen Designvergleich zwischen den USA und der Schweiz anstellt (und einen Vergleich der Kanaldeckel in den USA und in Japan).

Blogs für interne Info-Verarbeitung in Organisationen

Montag, November 27th, 2006

Die Zeitschrift managerSeminare berichtet (Heft 104/Nov. 06, S. 64-68) über den Einsatz von Blogs bei der PENTOS AG. Das Unternehmen aus dem IT-Bereich hat 30 Mitarbeiter und setzt seit 2003 Blogs ein. Der Bericht in managerSeminare untersucht den Einsatz dieses Instruments bei der PENTOS, welches insbesondere auf wöchentlich vorgeschriebenen Berichten aller Mitarbeiter beruht. Als Erfolgsfaktoren werden benannt:
- Einfache Handhabung (das System basiert auf einer bereits eingesetzten Groupware)
- Vorbildfunktion der Führungsriege (auch die Führungskräfte müssen wöchentlich einen Bericht abliefern…)
- Positive Verstärkung durch Unterstützung seitens der Führungskräfte
- Integration ins Bonus-System - der vielleicht ungewöhnlichste Punkt, um langfristig die Online-Tagebücher zu fördern
Weiterhin wird per Statistik ausgewertet, welche Beiträge wie häufig gelesen werden.

Mit diesem Beispiel wird auch kleineren Organisationen Mut gemacht, über neue Wege des Wissensmanagements nachzudenken und neue Instrumente auszuprobieren,

Von Marcel Duchamp lernen, wie man als Künstler lebt und arbeitet

Montag, November 27th, 2006

Im Rahmen meiner “Linsen” im Netzwerk-Katalog SQUIDOO habe ich gerade meinen Text “How To Survive As An A.R.T.I.S.T.” wieder verwertet. Dieser Text war 1998 mein handout bei einem Workshop für Künstler und Unternehmer am Art Institute Of Boston. Auch 2006/2007 lohnt es sich, Werk und Leben dieses Ausnahmekünstlers zu studieren und insbesondere sein Multipreneuring (Tom Gorman), seine Rollenvielfalt zu studieren und auf das eigene Leben zu projizieren. Der vollständige Text findet sich hier.

Hochschulen, auf der Suche nach gedeihlichen Bedingungen

Mittwoch, November 22nd, 2006

Bereits Anfang November war ich Teilnehmer an der Tagung des Projekts Q der Hochschulrektorenkonferenz in Bonn, bei dem es um “Qualitätsorientierte Hochschulsteuerung und externe Standards” ging. Im Forum Management von Entwicklung und Veränderung – eine Chance für qualitätsorientierte Hochschulsteuerung? habe ich einen Impulsvortrag gehalten, der eine sehr persönlich gefärbte Reflexion darstellte. Mein Thema: Wie schaffen wir gedeihliche Bedingungen in Hochschulen?
Als wesentliche Kernprobleme habe ich benannt:
1. Hochschulen lernen (zu) langsam
2. Hochschulen tun nicht das, was sie lehren
3. In Hochschulen herrscht eine KULTUR DER FOLGENLOSIGKEIT
4. Hochschulen vergessen ihre zukünftigen Kunden
Der vollständige (und überarbeitete) Vortragstext wird im kommenden Jahr in der Dokumentation erscheinen. Hier ist schon das Typoskript.

Spielen - ernsthaft! (LEGO SERIOUS PLAY)

Mittwoch, November 22nd, 2006

Der Kontakt zu meinen neuen Netzwerkpartnern trivioquadrivio (Mailand) ließ mich über ein ungewöhnliches Instrument zur Organisationsentwicklung stolpern: LEGO. In Zeiten von Computersimulationen mutet dieser Ansatz, mit Legosteinen konkrete Unternehmenssituationen darzustellen und Visionen zu kreieren, seltsam altmodisch an. Laut Auskunft von Leonardo Previ von trivioquadrivio ist der Einsatz des Spielzeugs aber verblüffend wirksam (seine Beratungsfirma hat zahlreiche Workshops mit z.T. bedeutenden Organisationen durchgeführt). LEGO selbst hat eigene Webseiten zu diesem Thema hier.
Ich schwanke noch zwischen Schmunzeln über die Naivität dieses Ansatzes und Neugier darüber, ob er vielleicht doch besonders gut funktionieren könnte. Im Frühjahr werde ich einen Test machen….

M.A.D. - mehr dazu

Dienstag, November 21st, 2006

Naisbitt schreibt: “The Statue of Europe” has two hearts and 25 mindsets. The 25 country mindsets are stirring a mixture with ingredients that do not blend: tradition, ambition, welfare, and economic leadership. Her two hearts beat in a different rhythm, one for economic supremacy and one for social welfare. Proud and ambitious, each one wants to be right. But to reach either goal, they have to compromise, and neither side is willing to do so. My experience makes me believe that Europe is much more likely to become a history theme park for well-off Americans and Asians than the world’s most economically dynamic region as it has proclaimed it wants to be. Economically, Europe is on the path of Mutually Assured Decline. (ebenda, S. 213)
In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schrieb Eduard Beaucamp am 07.07.2006 bereits über dieses Szenario - “Theater der Erinnerung”. Dort heißt es: Es könnte sein, daß einer explodierenden Menschheit demnächst die kostbarste aller Ressourcen, die Motivationsenergie “Sinn”, verlorengeht und eine desillusionierte Weltbevölkerung sich tatsächlich nach Europa aufmacht, um sich im Bestaunen der alten Städte, der Kathedralen und Paläste, der Kulturlandschaften und Kunstsammlungen mit historischem Sinn aufzuladen. Europa könnte zum Sanatorium für seelische Rekreation werden - für Chinesen, die sich abgeschuftet haben, für Inder, die in den Büros verdorrt sind, für konsummüde, der gesteuerten Massenkultur überdrüssigen Amerikaner und auch für die Südamerikaner, die sich nicht länger zu Tode amüsieren wollen. Für eine solche Zukunft sollten sich die Europäer rechtzeitig rüsten, vor allem das Umdenken trainieren und das Umwerten der Wirtschaftswerte einleiten. Die Kultur als lukrative Ressource - das würde die Kultur endgültig mit der Ökonomie versöhnen und die Epoche ihrer Entfremdung beenden.

Europe: Mutually Assured Decline - M.A.D.

Dienstag, November 21st, 2006

In New York stolperte ich über das neue Buch von John Naisbitt: Mind Set! , welches u.a. ein Kapitel mit einer sehr eindeutigen Einschätzung Europas enthält. Naisbitt hält Europa derzeit für wenig wandlungsfähig und kommt zu der oben genannten Einschätzung: mutually assured decline

Bei meinen zahlreichen Gesprächen u.a. mit Hochschullehrern amerikanischer Universitäten stellte ich die Frage, was denn ein amerikanischer Student speziell in Deutschland lernen könnte. Die Antworten kamen zögerlich; neben dem Verweis auf die “ältere” Kultur wurden brav Designleistungen gelobt (Braun, BMW, moderne Küchen, Möbel…). Ansatzweise wurde auch die Integrationsleistung (”Wiedervereinigung”) erwähnt. Letztlich haben amerikanische Studenten derzeit wohl keinen Fokus auf Deutschland und es ist schwer, sie von den Vorzügen eines Gastaufenthalts zu überzeugen. Für das UAS7-Büro , das die Verbindung von sieben deutschen Fachhochschulen in die USA aufbauen und fördern soll, ist dies keine leichte Aufgabe. Was würde umgekehrt ein Student aus Deutschland antworten - wäre er (oder sie) in der Lage, selbstbewußt die Vorzüge des eigenen Landes zu vertreten? Für die Vermittlung der soft skills wäre dies eine lohnenswerte zusätzliche Aufgabe…

Start frei…

Mittwoch, November 15th, 2006

Nach der Rückkehr aus New York und Boston scheint dies der richige Zeitpunkt zu sein, ein weiteres Projekt zu starten: diesen Blog.