Archive for the ‘Leadership’ Category

bb21.de wird LD21.DE…

Dienstag, Mai 26th, 2009

Mit dem heutigen Datum ziehen die bisherigen Inhalte dieses Blogs (bb21.de) um.
bb21.de wird LD21.DE

Der neue Blog - LD21.DE - steht für LEADERSHIP DEVELOPMENT im 21. Jahrhundert und fokussiert dieses Thema.

Selbstführung als Basis für LEADERSHIP DEVELOPMENT

Dienstag, Mai 26th, 2009

Das Projekt zum Thema Selbstführung hat deutlich gemacht, dass ein neues Verständnis von Führung im 21. Jahrhundert dringend geboten ist. Unsere Erfahrungen als Organisationsberater belegen, dass “Leadership” nicht nur die ersten Ebenen in einer Organisation angeht, sondern an vielen Stellen erforderlich ist. Das zeigt sich unter anderem auch daran, dass klassische Konzepte - wie der hero leader an der Spitze - nur noch in Ausnahmen zu Erfolg führen. Unser Verständnis von “Leadership Development” setzt deshalb an den jeweils entscheidenden Stellen des Unternehmens an und berührt viele Ebenen.
Das Buch “Die Kunst der Selbstführung. Erkenntnisse aus Interviews mit Führungskräften und führenden Kräften” (Paperback ISBN 978-3-837-09567-8, jetzt auch als Hardcover ISBN 978-3-839-10221-3) bietet eine erste Plattform für ein Curriculum zum Thema LEADERSHIP DEVELOPMENT - denn nur wer sich selbst führen kann, sollte auch andere führen dürfen. Die nachfolgende Grafik zeigt auf, wie wir das Themenfeld zwischen der Begleitung der Organisation und der Unterstützung der Person positionieren:
LD21-Module

Im Rahmen unserer Module für LEADERSHIP DEVELOPMENT bieten wir insbesondere folgende Dienstleistungen:

- Impulsvorträge (auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten)
- 1-Tages-Seminare
- Gastvorträge innerhalb von Strategieklausuren etc.
- Artikel zum Thema Selbstführung und LEADERSHIP DEVELOPMENT
- LD21-Curriculum (ein mehrtägiges Training)
- Executive Coaching (auf der Basis der “Sieben Felder der Selbstführung”).

Die Kunst der Selbstführung: das Buch geht jetzt in Druck

Donnerstag, April 23rd, 2009

In enger Kooperation mit dem Lektor Dr. Thomas Hake und dem Gestalter Michael Grüß, Agentur tack.grafik (beide Berlin) ist es jetzt gelungen, die wesentlichen Ergebnisse des Projekts zum Thema SELBSTFÜHRUNG in Buchform vorzulegen.
Zur Erinnerung: Mit einer Interviewreihe (Januar 2008 bis Januar 2009) wurden einundsechzig ausgewählte und erfolgreiche Führungskräfte danach befragt, mit welchen Methoden und Instrumenten sie sich tatsächlich führen. Aus den Ergebnissen habe ich praxisrelevante Empfehlungen abgeleitet und zu einem umfassenden, praxisnahen Modell der Selbstführung zusammengefasst. Bisher existiert kein derartiger Ansatz, der sich an der tatsächlichen Führungspraxis erfolgreicher Führungskräfte orientiert.
Der endgültige Titel des Buches lautet: Die Kunst der Selbstführung. Erkenntnisse aus Interviews mit Führungskräften und führenden Kräften.

Hier ein Blick auf das Cover:

Cover neu

Das Buch wird am 12. Juni erstmals im Rahmen einer Veranstaltung in Osnabrück vorgestellt.

Felder der Selbstführung: Prozesse & Strukturen

Dienstag, Januar 20th, 2009

60 Interviews mit Führungskräften und „führenden Kräften“ habe ich nunmehr geführt und derzeit schreibe ich das Buch zum Projekt. Hinsichtlich der Methoden und Instrumente der Selbstorganisation zeigt sich, dass das faszinierendste Instrument nichts nützt, wenn man es nicht beherrscht. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um ein klassisches „Zeitplanbuch“ handelt (was vor allem in den 80er Jahren angesagt war) oder um Kleincomputer (PDAs) oder „Smartphones.“ Es überrascht folglich nicht, wenn ich in meinen Gesprächen die Erkenntnis gewonnen habe, dass erfolgreiche Führungskräfte sich zur Selbstorganisation diejenigen Instrumente und Methoden gewählt haben, die zu ihnen passen und die sie beherrschen – und keinen Moden folgen.
Wenngleich ich viele positive Beispiele unter den Gesprächspartnern finden konnte, so zeigen sich doch noch Verbesserungsmöglichkeiten. Z.B. findet nur selten eine Art „Geschäftsprozessoptimierung (GPO) in eigener Sache“ statt.

prozesse.jpg

Für eine wirksame Selbstorganisation ist es von entscheidender Bedeutung, die eigenen (Arbeits-) Prozesse zu kennen und in entsprechende Strukturen zu integrieren. Die Leitfragen sind für mich:
- Wie organisiere ich mich?
- Welche Struktur gebe ich meinen Tätigkeiten?
- Welche hilfreichen Gewohnheiten kann ich entwickeln?
- Welche Methoden nutze ich konkret (Zeit-, Projektmanagement, Planung, Kreativität…)?

Selbstführung gelingt nur dann, wenn ich die eigenen Fähigkeiten und Potenziale erkenne und deren Weiterentwicklung betreibe - das wird in den Gesprächen immer wieder deutlich. Im Zusammenhang wirksamer Arbeitsprozesse und –strukturen ist es primär wichtig, die zentralen persönlichen Kernaufgaben und Verantwortungsbereiche zu kennen. Daraus leiten sich diejenigen Tagesaufgaben ab, auf die ich mich jeden Tag fokussieren muss – die MITs, wie der Blogger Leo Babauta formuliert, die Most Important Tasks.
Obwohl es auch ein „workflow“ ist, denken zu wenige Führungskräfte über ihre eigenen Arbeitssprozesse in strukturierter Form nach. Schon das Erfassen der Tätigkeiten – wo bleibt eigentlich meine Zeit? – kann für Transparenz sorgen. Und bereits eine einfache Visualisierung der Abläufe in den Führungstätigkeiten kann die Augen öffnen und kontraproduktive Routinen, suboptimale Abläufe und unnötige Störungen erkennen lassen. Zudem gibt es zahlreiche Berater, die Unterstützung anbieten und z.B. Ablagesysteme und Büroorganisation optimieren. Natürlich dürften Fragen der persönlichen Arbeitsmethodik auch immer wieder Thema in Coachings sein.

Die Selbst-Analyse in diesem Bereich (Prozesse & Strukturen) ist aus meiner Sicht von dieser Reihenfolge abhängig:

Um meine Vision zu verwirklichen bzw. meine Ziele zu erreichen:
• welche Prozesse
• in welchen Strukturen
• mit welchen Methoden
• unter Zuhilfenahme welcher Instrumente
• habe oder will ich koordinieren und erfolgreich bewältigen?
• Und wie gelingt mir dies (Ergebniskontrolle)?

Art For Business - Rückblick

Montag, November 17th, 2008

Wie schon auf meinem englischen Blog kurz berichtet, war die Veranstaltung Art For Business in Mailand eine echte Herausforderung, denn der überwiegende Teil der Beiträge im Forum erfolgte auf Italienisch. Zwar sorgten zwei sich abwechselnde Dolmetscher (ausgezeichnete Qualität, vermutlich) für ein Grundverständnis, aber es war für die Nicht-Italiener nicht einfach, die Tagungsbeiträge zu verstehen. Angesichts der (zu) großen Anzahl von Podiumsbeiträgen blieb für meinen Vortrag - SELF-LEADERSHIP As An Art - nur ein kleines Zeitfenster übrig. Ich habe erstmals über einige Erkenntnisse aus den Interviews berichtet; den englischen Vortragstext gibt es mit den gezeigten Bildern hier Art For Business 2008 Speech BB.
Meine drei zentralen Punkte im Vortrag lauteten:
1. Change Agents (also Begleiter von Veränderungsprozessen in Organisationen) sollten die “mind-sets”, Methoden und Instrumente der Welt der Kunst erlernen, testen und nutzen, um den eigenen Kontext und die eigene Perspektive zu verschieben und zu erweitern.
2. Viele erfolgreiche Führungskräfte nutzen Ansätze aus dem Bereich der Kunst bereits. SELBSTFÜHRUNG kann daher - im weitesten Sinne - auch als eine Form der Kunst bezeichnet werden.
3. Um genauer herauszufinden, wie das “Humankapital” von Organisationen mithilfe von Kunst weiter entwickelt werden kann, sollten Leben & Werk von Künstlern gezielt untersucht und sogar getestet (im Sinne von nachvollzogen) werden.
Speziell zum letzten Punkt habe ich einen Text empfohlen, den ich 1998 anläßlich meines Workshops am Art Institute Of Boston als Grundlage geschrieben habe: How To Survive As An ARTIST - Examples From The Life Of Marcel Duchamp. Mehr Informationen dieser Art finden sich auch in meinen “Linsen” bei Squidoo.
Und zuletzt habe ich beim Art For Business Forum noch den Hinweis auf meine eigenen gymnastischen Übungen im Reich der Kunst gemacht.

AFB 2008 Opening

Best Office 2008: Hellmann Logistics

Donnerstag, Oktober 23rd, 2008

Die Wirtschaftswoche (Ausgabe vom 13.10.2008) hat Hellmann Logistics im Wettbewerb “Best Office 2008″ als “Gewinner national” ausgezeichnet. Was Klaus Hellmann, Geschäftsführender Gesellschafter, mir bereits im Rahmen meines Interviews für das Projekt SELBST-FÜHRUNG gezeigt hatte, überzeugte auch die Preisrichter: mit dem radikal umgebauten Firmenspeicher hat sich das Unternehmen einen offenen Raum geschaffen, in dem Kommunikation und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit möglich wird. Im Bericht schreibt die Wirtschaftswoche: “Hellmanns mutiger Ansatz, mit der Diamantsäge die massiven Stahlbetondecken und -wände des historischen Speicherbaus aus der Vorkriegszeit aufzubrechen, um damit auch alles Trennende zu überwinden, zeigt vorbildhaft, wohin die Reise in der modernen Büroarbeitswelt geht.” Hier eine Bildergalerie.

Entrepreneurship: e forum 2008 am 31.10.

Donnerstag, Oktober 23rd, 2008

Wie kommt das Neue in die Welt? Es braucht die Innovatoren, die Unternehmer. Am Freitag, den 31. Oktober, findet an der Fachhochschule Osnabrück das dritte „e forum“ statt, das sich mit ausgesuchten Fallbeispielen der erfolgreichen Entwicklung und Vermarktung von Innovationen widmet. Mehr dazu hier.
e forum 2008 Logo

Leadership Development

Montag, Juni 30th, 2008

Als Nebeneffekt meines Jahresprojekts wird immer klarer, dass meine eigenen Arbeitsfelder - Organisationsberatung, Coaching von Führungskräften der oberen Ebenen, Moderation - sich in Zukunft besser unter einem neuen claim zusammenfassen lassen. Daher setze ich sowohl in diesem Blog, als auch in meinem englischsprachigen Pendant (http://futurehub.com) seit einigen Tagen schon Leadership Development als Subtitel ein.

Selbstführung: Endspurt bei den Interviews

Mittwoch, Juni 4th, 2008

Fähigkeiten

Klassische Werte und Tugenden sind für viele Gesprächspartner von zentraler Bedeutung im Zusammenhang mit SELBSTFÜHRUNG. Weiterhin zeigt sich in den bisher fast vierzig Gesprächen, dass auch Rituale und Rhythmen eine wichtige Rolle spielen. Die befragten Personen haben zwar, so wird deutlich, einen unterschiedlichen Freiheits- bzw. Selbstbestimmungsgrad, der wesentlich durch die jeweilige Organisation geprägt wird. Dennoch steht die SELBSTFÜHRUNG für alle unter der Bedingung, die tatsächlichen Potenziale zu erkennen und dann maximal auszuschöpfen, um die eigene Vision oder Mission zu entfalten. Die Technik, wie z.B. BlackBerrys oder PDAs, steht dabei im Hintergrund, bei vielen Gesprächspartnern hat das „Planen auf Papier“ Priorität.

Als ein Instrument zur Selbsteinschätzung und Potenzialerkennung, welches ich als ein Nebenergebnis aus den Interviews entworfen habe, leitet sich folgende Matrix ab, innerhalb derer sich die Führungskräfte einordnen könnten (bisher noch nicht eingesetzt).
Leitfragen:
- Welche Freiräume für eigenes Handeln habe ich?
- Wie korrelieren diese Freiräume mit meinen Visionen / Zielen?
- Was begrenzt dieses Potenzial?
- Wie kann ich es erweitern / halten?
- Wie kann ich es optimal nutzen?

Ausschöpfung von Freiräumen

Selbstführung: 2/3 der Interviews geführt…

Montag, Mai 19th, 2008

Paddington

Nach einem kurzen Abstecher nach London in der vergangenen Woche habe ich jetzt 35 Interviews geführt. Im Gespräch mit einem ehemaligen Bänker mit Tätigkeiten u.a. in den USA und Saudi-Arabien konnte ich meine Perspektiven zum Thema Selbstführung erweitern.
Derzeit habe ich übrigens die geplante Zahl der „führenden“ Frauen, die ich für ein Gespräch treffen wollte (mindestens zehn), noch nicht erreicht. Besonders habe ich mich in diesem Kontext über das Interview mit der Chefredakteurin eines bekannten Wirtschaftsmagazins gefreut, die ich vor kurzem in Hamburg sprechen konnte.
Spannend war auch das Gespräch mit dem Leiter einer kirchlichen Akademie in Berlin. Und ein außergewöhnliches Vergnügen war das Interview mit Ulrich Eckhardt, der über ein viertel Jahrhundert die Berliner Festspiele geleitet hat. Von ihm zu erfahren, wie ein Kulturmanager sich selbst führt, war ein großer Gewinn für mich.