Archive for the ‘Hochschulen’ Category

Entrepreneurship: e forum 2008 am 31.10.

Donnerstag, Oktober 23rd, 2008

Wie kommt das Neue in die Welt? Es braucht die Innovatoren, die Unternehmer. Am Freitag, den 31. Oktober, findet an der Fachhochschule Osnabrück das dritte „e forum“ statt, das sich mit ausgesuchten Fallbeispielen der erfolgreichen Entwicklung und Vermarktung von Innovationen widmet. Mehr dazu hier.
e forum 2008 Logo

Balanced Scorecard? Zielkompass!

Donnerstag, November 29th, 2007

Aus Anlass eines konkreten Kundenprojekts konnte ich mich wieder einmal mit dem Konzept der Balanced Scorecard auseinander setzen. Es ist hier nicht der Platz, eine kritische Würdigung des Instruments vorzulegen, aber ich verweise auf einen Vortrag, den ich im Rahmen des 2. Kolloquiums zum Hochschul- und Wissenschaftsmanagement 2005 an der Fachhochschule Osnabrück gehalten habe (download als pdf hier: BSC als Kommunikationsprozess).
Wenn das Instrument im Rahmen eines Kommunikationsprozesses benutzt wird, so kann es Früchte bringen. Wenn es den Erbsenzählern überlassen bleibt, bringt es Gefahren mit sich. Mein Plädoyer: als eine Art vereinfachendes, pragmatisches Zielkompass-System nutzen.

Schlüsselqualifikationen… werden immer noch nicht vermittelt

Mittwoch, April 25th, 2007

Ein aktueller Artikel in FORTUNE - The trouble with MBAs - zeigt auf, dass selbst angesehene Hochschulen in den USA noch immer nicht diejenigen Qualifikationen vermitteln, die in der Arbeitswelt benötigt werden:
Every year since 2002, the Graduate Management Admissions Council… has surveyed recruiters. And every year so far, the survey has revealed that several skills employers value most - like the ability to write and speak clearly and persuasively - are also skills that new MBAs lack.
Das gibt zu denken, gelten doch die “B-Schools”, also die Business Schools (wie MIT’s Sloan School of Management), hierzulande immer als Exempel, denen unbedingt nachzueifern sei. Bereits Henry Mintzberg hatte drastisch mit dem MBA-Mythos aufgeräumt (sein Buch aus 2004, Managers Not MBAs, sei hier unbedingt empfohlen).
Ich nutze den Anlass, um wieder einmal auf die Notwendigkeit der soft skills hinzuweisen. Wir setzen an der Fachhochschule Osnabrück im MBA-Studiengang Hochschul- und Wissenschaftsmanagement ganz bewusst auf die Vermittlung sozialer und kommunikativer Kompetenzen (hier zum download mein Modell Das Führungskleeblatt, welches die Schlüsselkompetenzen aufzeigt).

Ich verabschiede mich als Nebenberuflicher Professor – und bleibe als Lehrbeauftragter erhalten

Montag, Februar 26th, 2007

Nach über drei Jahren endet mein Vertrag als Nebenberuflicher Professor an der FHOS zum Ende Februar. Ich habe seit dem Januar 2004 Einblicke in die Organisation einer Hochschule nehmen können; in der Rückschau sind vor allem Projekte mit Kollegen (z.B. Symposium zum Hochschul- und Wissenschaftsmanagement mit F. Ziegele) besonders erbaulich gewesen. Insgesamt war es gut, eine weiterhin wachsende Hochschule von innen zu unterstützen.
Dass ich Probleme mit bürokratischen Verfahren innerhalb der Hochschule haben würde und dass ich den Abbau des “Mittelbaus” und die Rückdelegation von Unterstützungsarbeiten auf die Lehrenden kritisch sehen würde, war abzusehen, in dem dann erfahrenen Umfang allerdings hier und da doch überraschend. Angesichts stetig steigender Qualitätsanforderungen an die Lehre (und Forschung) ist diese Entwicklung kontraproduktiv (vgl. auch meinen Vortrag zum Projekt Q).
Bereits zur “Halbzeit” hatte ich entschieden, meinen Vertrag nicht zu verlängern, da insbesondere die zeitliche Belastung größer war, als ich angenommen hatte - meine Hauptarbeit als Coach und Organisationsberater wurde beeinträchtigt. So hatte die Hochschule gut eineinhalb Jahre Zeit, einen Nachfolger für mich zu finden.

Foto Institut FHOS

Foto: FH Osnabrück, Gebäude des ehem. Instituts für öffentl. Management


Resumée:
Es ist gut, die Organisation (die Fachhochschule Osnabrück) aus der Innensicht erlebt zu haben. Meine Haupterkenntnis ist, dass ich mit meinen Fähigkeiten die größte Wirkung erziele, wenn ich un-abhängig bin, als freier Coach und Berater.
Für mein Portfolio bleibt die Lehre - neben Coaching, Organisationsberatung und Moderation - ein kleiner, aber wichtiger Bestandteil. Deswegen werde ich in begrenztem Umfang auch weiter Lehraufträge durchführen. Wer lehrt, kann auch besser lernen…

Neue Wege der Kommunikation verändern die Hochschulen… und das (gemeinsame) Lernen

Dienstag, Dezember 12th, 2006

In einem Blog-Beitrag über educational social software fand ich den Verweis auf Harold Jarche. Dieser schreibt, dass das gesamte Erziehungssystem in einem fundamentalen Wandel ist: The people formerly known as students are those who were on the receiving end of an oligopolist educational system that ran one way, in a broadcasting pattern, with high entry fees and few options, and accredited institutions competing to speak their truths while the rest of the population learned in isolation from one another— and who today are not in a situation like that at all.
Durch die Nutzung neuer Software und das Einüben neuer Wege und Plattformen sozialer Kommunikation verändert sich das klassische Lehrer/Schüler-Verhältnis - sogenannte personal learning environments entstehen. Schüler und Studenten üben den Umgang mit den neuen Wegen und erwerben die Kompetenzen für das Lernen und den Austausch im Berufsleben. Diese Entwicklung vollzieht sich seit wenigen Jahren und in einem derart hohen Tempo, dass diejenigen Führungskräfte und Mitarbeiter, auf die diese jungen neuen Berufseinsteiger treffen, schnell Nachhochbedarf hinsichtlich ihrer soft skills haben dürften…

Hochschulen, auf der Suche nach gedeihlichen Bedingungen

Mittwoch, November 22nd, 2006

Bereits Anfang November war ich Teilnehmer an der Tagung des Projekts Q der Hochschulrektorenkonferenz in Bonn, bei dem es um “Qualitätsorientierte Hochschulsteuerung und externe Standards” ging. Im Forum Management von Entwicklung und Veränderung – eine Chance für qualitätsorientierte Hochschulsteuerung? habe ich einen Impulsvortrag gehalten, der eine sehr persönlich gefärbte Reflexion darstellte. Mein Thema: Wie schaffen wir gedeihliche Bedingungen in Hochschulen?
Als wesentliche Kernprobleme habe ich benannt:
1. Hochschulen lernen (zu) langsam
2. Hochschulen tun nicht das, was sie lehren
3. In Hochschulen herrscht eine KULTUR DER FOLGENLOSIGKEIT
4. Hochschulen vergessen ihre zukünftigen Kunden
Der vollständige (und überarbeitete) Vortragstext wird im kommenden Jahr in der Dokumentation erscheinen. Hier ist schon das Typoskript.